

Eine gemeinsame Bewerbung der Erzdiözese Freiburg mit dem Siedlungswerk Baden e.V.
Die Erzdiözese Freiburg fördert über die Mitgliedsunternehmen im Siedlungswerk Baden e.V. den Neubau von Wohnungen in Baden auf herausragende Weise. Das bundesweit einmalige Förderprogramm wurde bereits im Jahr 2014 zur Schaffung bezahlbarer Wohnungen entwickelt und erzeugt nachhaltig und dauerhaft Wirkung in das Gemeinwohl. Die Kooperation von Erzdiözese Freiburg und den Mitgliedsunternehmen im Siedlungswerk Baden e.V. im Rahmen des Förderprogramms ist ein gelebtes Beispiel für eine nachhaltige Entwicklung kirchlicher und gesellschaftlicher Zusammenarbeit. Dabei stehen stets die Menschen im Mittelpunkt der Förderung.
Förderzweck und Zielgruppe
Förderzweck ist der Neubau von bezahlbaren Mietwohnungen für einkommensschwächere Zielgruppen wie junge Familien mit Kindern und ältere, alleinstehende Personen ab 65 Jahren sowie Alleinerziehende. Die Einkommensgrenzen der Zielgruppe orientieren sich an dem geltenden Förderprogramm Wohnungsbau BW und gewährleisten somit einen bedarfsgerechten Mitteleinsatz.
Aktivierung von qualitätsvollem Wohnraum
Damit die Fördersumme die größtmögliche Wirkung für das Gemeinwohl erzeugt, werden maximal 40 Prozent der Wohnfläche eines neu zu erstellenden Bauvorhabens durch das Förderprogramm „Bezahlbares Wohnen in Baden“ gefördert. Die restliche Wohnbaufläche wird dauerhaft und preisdämpfend durch die Solidargemeinschaft von 24 Wohnungsbaugenossenschaften im Siedlungswerk Baden e.V. angeboten. Über die Vergabe genossenschaftlicher Dauernutzungsrechte wird den Bewohnerinnen und Bewohnern ein Maximum an Wohnsicherheit geboten. Eigenbedarfskündigungen sind gesetzlich ausgeschlossen. Somit wird durch das Förderprogramm auf intelligente Weise qualitätsvoller Wohnraum aktiviert und zusätzliche Investitionen in bezahlbaren Wohnraum werden mobilisiert. Die neue Wohnbaufläche des Förderprogramms potenziert sich so um das 2,5 Fache.
Subjektförderung für die Menschen
Die Bewohnerinnen und Bewohner, die förderfähig sind, profitieren von einem direkten Mietzuschuss in Höhe von 3,00 €/m2 Wohnfläche im Monat. Über einen Zeitraum von zehn Jahren ab Erstbezug wird der Zuschuss zur monatlichen Mietbelastung gewährt. Zur Sicherstellung der Bezahlbarkeit darf die maximal geförderte Miete 12,50 €/m2 Wohnfläche nicht übersteigen. Im Zuge der Bindungsverlängerung kann der förderberechtigte Personenkreis auf Antrag sogar langfristig um fünf weitere Jahre geschützt werden. Regelmäßige Prüfungen der Einkommensverhältnisse gewährleisten, dass die Mittel unmittelbar und zielgerecht dem Förderzweck zufließen und keine Fehlbelegung der Wohnungen erfolgt. Auf diese Weise trägt das Förderprogramm auch zu einem strategischen und partnerschaftlichen Umgang mit Ressourcen bei.
Förderbilanz
Heute profitieren bereits die Bewohnerinnen und Bewohner in 774 Genossenschaftswohnungen von der kirchlichen Subjektförderung, einer bundesweit einmaligen Initiative. Bisher wurden von der Kirchensteuervertretung der Erzdiözese Freiburg insgesamt 12,5 Mio. Euro bereitgestellt, 11,5 Mio. Euro davon bereits investiert.
Flächendeckende Wirkung in Baden
Das Förderprogramm „Bezahlbares Wohnen in Baden“ leistet einen nachhaltigen Beitrag zur Entlastung des Wohnungsmarktes. In mittlerweile 49 Kommunen in Baden sind in 89 Wohnprojekten insgesamt 2.103 Wohnungen entstanden, die auf Dauer zu bezahlbaren Konditionen an alle Menschen – unabhängig von Geschlecht, Abstammung, Rasse, Sprache, Heimat und Herkunft, Glauben und religiösen oder politischen Anschauungen – vergeben werden. Die Erzdiözese Freiburg und der Siedlungswerk Baden e.V. haben auf die Herausforderungen am Wohnungsmarkt und den demografischen Wandel reagiert und sorgen gerade für einkommensschwächere Personen für Sicherheit und Stabilität.


